Thermisches Desinfektionsverfahren für sichere Instrumentenaufbereitung

(Hersteller: Miele | Art. Nr. 122100)
Miele PG 8582 Reinigungs- und Desinfektionsautomat
ab 7.090,00
  • Trocknungsfunktion EcoDry
  • TouchControl Steuerung mit 18 Programmen
  • Inkl. Ethernet-Modul oder neu DataDiary zur Prozessdokumentation
  • Reinigungs- und Desinfektionsgerät mit drehzahlvariabler Pumpe und TouchControl-Steuerung mit 14 Programmen.
  • Außenverkleidung Gehäuse in Edelstahl oder Weiß.

Miele PG 8582 Reinigungs- und Desinfektionsautomat

  • Zwei integrierte Dosierpumpen für flüssige Prozesschemikalien
  • Drehzahlvariable Pumpe für wirtschaftliche und sichere Aufbereitung
  • Trocknungsfunktion EcoDry
  • TouchControl Steuerung mit 17 Programmen

Das RDG für hohes Sterilisieraufkommen

Mit 17 Programmen (z.B. für GYN, HNO, Optik, OP-Schuhe, Babyflaschen u.v.m.) wird der Miele PG 8582 jeder Situation im Praxis-Alltag gerecht. Das unterbaufähige Standgerät mit Deckel ist wahlweise mit weißem oder mit Edelstahlgehäuse erhältlich und fügt sich problemlos in Ihre Praxiseinrichtung ein.

Intuitive Benutzerführung

Über die TouchControl-Steuerung ist der Thermodesinfektor einfach und intuitiv zu bedienen. Mit einer Vielzahl an Facharztpraxis spezifischen Einsatzkörben (optional) ist er ideal für die jeweiligen Bedürfnisse der medizinischen Instrumentariums einsetzbar. Für eine schnelle und lückenlose Prozessdokumentation stehen Schnittstellen für die Einbindung in das Praxisnetzwerk zur Verfügung (Ethernet, USB, RS232).

Wirtschaftliche und sichere Aufbereitung

Zahlreiche Filtersysteme, doppelwandiger Aufbau, spaltfrei verschweißter Spülraum, Überwachungsfunktionen und die automatische Türverriegelung machen den Miele PG 8582 besonders sicher. Dank EcoDry Trocknungsfunktion öffnet die Tür nach Programmende, sobald die Temperatur im Spülraum unter 70 °C gefallen ist. So kann die Restfeuchte aus dem Spülraum entweichen und das Spülgut trocknet wesentlich schneller.

Weitere Ausstatungsmerkmale der Miele PG8582 RDGs

Features im Überblick:
- Leistungsstarke Umwälzpumpe Qmax. 500/lmin
- 4 Wasseranschlüsse für 2 x Kalt-, Warm- und VE-Wasser
- 1 Dosiergerät für Klarspüler (Tür), 1 integrierte Dosierpumpe für Flüssigreiniger + 1 integrierte Dosierpumpe für Neutralisationsmittel, 1 Anschlussmöglichkeit für DOS K 85 bzw. 85/1 für flüssige Medien

Außenverkleidung Gehäuse in Edelstahl oder Weiß.

Zubehör

Zubehör

Sterilisationskreislauf

Präventionsmaßnahmen für Ihre Praxis

Sterilisationskreislauf zur Aufbereitung von wiederverwendbaren chirurgischen Instrumenten

Nach jedem Gebrauch müssen die Instrumente gemäß Aufbereitungsanleitung des jeweiligen Herstellers gereinigt und sterilisiert werden. Zur Vermeidung von antrocknenden Verunreinigungen sollen die Instrumente möglichst unmittelbar nach dem Gebrauch in das Desinfektionsmittel bzw. in den Reinigungs­automaten eingelegt werden. Fabrikneue Instrumente müssen vor dem ersten Gebrauch erst durch Reinigung entfettet werden. Benutzte Instrumente unbedingt erst desinfizieren, dann reinigen, spülen, trocknen und sterilisieren. Einmalinstrumente dürfen nicht sterilisiert werden.

Prüfen Sie vor jedem Gebrauch die Instrumente auf Brüche, Risse, Verbiegungen, Beschädigungen und Funktionstüchtigkeit. Besonders sorgfältig sollten Spitzen, Schneiden und alle beweglichen Teile untersucht werden. Schadhafte oder korrodierte Instrumente müssen aussortiert werden. Beim Einsatz von Desinfektions- und Reinigungspräparaten sind die Herstellerangaben bezüglich Einwirkungszeit und Konzentration genau einzuhalten. Die Gebrauchsverdünnung ist mit reinem Wasser herzustellen. Wenn die Instrumente mit Reinigungskonzentrat gesäubert werden, müssen diese unbedingt sofort mit destilliertem oder entmineralisiertem Wasser abgespült und getrocknet werden, da sie sonst korrodieren. Scharniere müssen nach Trocknung mit einem Pflegespray behandelt werden. Bei der Trocknung ist darauf zu achten, dass alle rauen Flächen, wie Zähne, Sperren und Schrauben besonders getrocknet werden, damit dort kein Wasser stehen bleiben kann.

Vorbereitung/Vorreinigung

Sachgerechtes Vorbereiten (z.B. Vorbehandeln, Sammeln, Vorreinigen z.B. Entfernen grober Schmutzpartikel unter Berücksichtigung des Arbeitsschutzes und ggf. Zerlegen) der angewendeten Medizinprodukte, Ablegen der Instrumente bevorzugt trocken, zügigen und sicheren Transport zum Ort der Aufbereitung.

Manuelle Reinigung

Manuelle Reinigung z.B. im Ultraschallbad, ggf. Zwischenspülung. Nach der manuellen Reinigung sind die Instrumente in geeigneten Desinfektionssystemen zu desinfizieren.

Reinigung/Desinfektion, Spülung und Trocknung

z.B. Maschinelle Reinigung/Desinfektion im RDG, die Schlussspülung erfolgt mit keimarmem, vollentsalztem (VE) Wasser, danach Trocknung (z.B. im RDG, mit steriler Druckluft, keimarmen und fusselfreien Einmaltüchern).

Prüfung

Prüfung auf Sauberkeit und Unversehrtheit. Eine erfolgreiche Sterilisation ist nur bei sauberen Medizinprodukten gewährleistet. Es ist deshalb erforderlich, den Effekt der Reinigung zu überprüfen. Prüfung auf Sauberkeit und Unversehrtheit (z.B. Korrosion, Materialbeschaffenheit) am besten mit einem geeigneten Hilfsmittel (z.B. beleuchtete Lupe), gegebenenfalls Wiederholung ab Schritt 2.

Verpackung/Kennzeichnung

Die Instrumente sind in einem geeigneten Sterilbarrieresystem – abgestimmt auf die Art des Instrumentes – zu verpacken. Kennzeichnung mindestens mit Sterilisationsdatum, Haltbarkeit, Chargennummer, Mitarbeiterkennzeichen.

Sterilisation

Beachten Sie hierzu die Betriebsanleitung des Sterilisators. Das Sterilisationsgut muss in der Sterilisationskammer so gelagert werden, dass es für die Sterilisation (Vermeidung von Überfüllungen und Kälteinseln) zugänglich ist. Die Funktionstüchtigkeit des Sterilisators ist regelmäßig gemäß Herstellervorgaben zu überprüfen.

Freigabe zur Anwendung

Die Aufbereitung von Medizinprodukten endet mit der dokumentierten Freigabe zur erneuten Anwendung bzw. Lagerung. Dies schließt die Durchführung und Dokumentation der Routineprüfungen und des vollständigen und korrekten Prozessverlaufes sowie die Überprüfung der Verpackung auf Unversehrtheit und Trockenheit und die Überprüfung der Kennzeichnung ein.

Dokumentation

Der Sterilisationsverantwortliche hat alle Sterilisationsprozesse zu kontrollieren und die Kontrollergebnisse zweifelsfrei zu dokumentieren. Beispiele für die Dokumentation: Nach jeder Sterilisation wird ein Etikett gedruckt und in das Sterilisationstagebuch eingeklebt. Für die Chargen-Dokumentation können Sie die Prozessparameter der Sterilsationsvorgänge bspw. mit Melaprint® ausdrucken oder über die serielle Schnittstelle am PC verwalten.

Lagerung laut DIN 58 953

Der Transport der aufbereiteten Güter erfolgt unter Vermeidung von Beschädigungen an ihren Gebrauchs- bzw. Lagerort. Die Lagerung sollte staubfrei in geschlossenen Regalen oder Schränken erfolgen. Von der Art der Lagerung (Klarsichtverpackung/Sterilgutbehälter/Sterilisationspapier) hängt die mögliche Lagerfrist ab.

Endoskopie-Aufbereitung

Aufbereitung von Endoskopen

Die fachgerechte Aufbereitung von endoskopischem Instrumentarium

Nach jeder endoskopischen Untersuchung muß eine hygienisch einwandfreie Aufbereitung durch geschultes Personal erfolgen, um Infektionsrisiken optimal zu minimieren. Der Einsatz persönlicher Schutzausrüstung während der Aufbereitung ist obligatorisch.

1. Vorreinigen am Untersuchungsplatz

Vorreinigen am Untersuchungsplatz

Unmittelbar nach der Untersuchung werden äußere Verschmutzungen mit einem flusenfreien feuchten Einwegtuch abgewischt und die Kanäle mit desinfizierender Reinigungslösung durchgespült.

2. Transport zum Aufbereitungsraum

Transport zum Aufbereitungsraum

Anschließend wird das kontaminierte Endoskop in einem geschlossenen Transportbehälter in den Aufbereitungsraum gebracht.

3. Dichtigkeitstest

Dichtigkeitstest

Im folgenden Dichtigkeitstest wird das Endoskop in einem großen Reinigungsbecken auf Defekte oder undichte Stellen überprüft. Nur intakte Instrumente dürfen weiter manuell vorgereinigt werden.

4. Endoskopreinigung

Endoskopreinigung

Nun erfolgt die manuelle Reinigung und Desinfektion der Endoskopflächen und Kanäle unter der Flüssigkeitsoberfläche.

5. Bürstenreinigung der Kanäle

Bürstenreinigung der Kanäle

Anschließend werden alle zugänglichen Endoskopkanäle mit Bürsten mechanisch in einer Reinigungs- oder kombinierten Reinigungs- und Desinfektionslösung von nicht sichtbaren Verschmutzungen gereinigt.

6. Ab- und Ausspülen der Reinigungslösung

Ab- und Ausspülen der Reinigungslösung

In einem Becken mit sauberem Leitungswasser werden Endoskop und Zubehör sorgfältig durchgespült und die Kanäle mit Druckluft von Restflüssigkeit freigeblasen.

7. Manuelle oder maschinelle Desinfektion

manuelle oder maschinelle Desinfektion

Die abschließende chemische oder chemothermische Desinfektion erfolgt in der Desinfektionswanne oder am sichersten als maschineller validierter Prozess im RDG-E.

8. Endoskope richtig aufbewahren

Endoskope richtig aufbewahren

Die desinfizierten Endoskope werden hängend, ohne Ventile, trocken und staubgeschützt auf speziellen Halterungen aufbewahrt und vor jeder Untersuchung ist eine Funktionskontrolle durchzuführen.

© Bildmaterial Schülke & Mayr GmbH

Spezifikation: Miele PG 8582 Reinigungs- und Desinfektionsautomat

Hersteller: Miele
Artikelnummer: 122100
Außenabmessungen: 835 (820 ohne Deckel) x 600 x 600 mm (H x B x T)
Programme: 14 feste Programme, 2 freie Programmplätze, mit integrierter Trocknung EcoDry
Elektroanschluss: 3N AC/400 V/50 Hz/9,3 kW
Laufzeit: keine Angaben
Einsatzbereich: Zur Reinigung und Desinfektion von Instrumentarium u. medizinischem Zubehör.

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